Markus Hoppe

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Markus Hoppe auf der Body Power 2011 in Birmingham / GB

Markus Hoppe

Hallo Ihr treuen WEIDER Fans,

Am vergangenen Wochenende hieß es für mich zum zweiten Mal: „Hello Birmingham“!
Für mich begann der Trip am Freitag in der Frühe. Meine Frau brachte mich zusammen mit meiner Tochter an den Züricher Flughafen, wo dieses Mal alles ohne weitere Vorkommnisse (der ein oder andere weiß, was letztes Mal alles schief ging) über die Bühne ging. Somit saß ich also pünktlich um 12.40 Uhr im Flieger Richtung Birmingham / GB.
In Birmingham angekommen musste ich mich erst einmal orientieren und habe einen Eingeborenen nach dem Weg gefragt, was in etwa so ablief: „Sorry can you sagen me where the Hotel ist in dem ich untergebracht wurde?“ Sein Blick, den er mir entgegengeworfen hatte, war eine Mischung aus Angst und Hilflosigkeit. Ähnlich wie meiner ;-)!

Irgendwie schaffte ich es dann doch mein Hotel zu finden und habe mich dann auch direkt auf mein Zimmer begeben, wo ich in einen tiefen Schlaf gefallen bin. Mein Schlaf wurde recht unsanft von meinem klingelnden Telefon unterbrochen. Am anderen Ende der Leitung war Leander von WEIDER, der mir mitteilen wollte, dass auch er nun im Hotel angekommen sei.
Leander und ich verabredeten uns in der Lobby des Hotels, um anschließend gemeinsam zu dinieren. Die Wahl unseres Essen viel uns nicht schwer, wir gingen in ein erstklassiges Restaurant mit dem schönen Namen „Burger King“.
Zurück im Hotel beschlossen Leander und ich noch ein wenig im hoteleigenen Studio etwas für unsere Körper zu tun. Nach einem mehr oder minder guten Training wollten wir aufs Zimmer, um uns genügend Schlaf für den nächsten Tag zu sichern.
Dieser Plan wurde schnell verworfen, nachdem mein guter Freund Ibby, den ich letztes Jahr in Birmingham kennen gelernt hatte, in der Lobby des Hotels auf uns wartete. Er überredete uns schnell gemeinsam mit ihm etwas essen zu gehen.
Ibby fuhr mit uns in ein Restaurant, das seinem Freund gehörte. Schnell haben wir Bekanntschaft mit dem Besitzer gemacht. Wir hatten einen tollen Abend und sind zufrieden um 1.00 Uhr in unsere Betten gefallen.

Am nächsten Morgen sind Leander und ich über das Frühstück hergefallen. Das englische Frühstück ist sehr gewöhnungsbedürftig. Bohnen mit Würstchen, Toast frittiert, Eier mit Speck oder Brotaufstrich mit dem Namen Marmit (einen britischen Brotaufstrich mit dem intensiven Geschmack von Bierhefe-Extrakt). Ich bevorzuge dann doch die deutsche Küche: 1-10 Eier, etwas Müsli und ein Brötchen mit lecker Honig.
Nach unserem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann auf den Weg. Man sagte uns, dass die Halle nur etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt sei und somit waren wir guter Dinge die heiligen Hallen pünktlich zu erreichen.

Nach ca. 20 Minuten und gefühlten 20 Kilometern Fußmarsch erreichten wir die Halle. Die Größe der Messe war in etwa mit der Halle auf der FIBO Power zu vergleichen. Die Namen der Athleten, die an diesem Wochenende anzutreffen waren, liest sich wie das „whoiswho“ der Bodybuilding Szene.
Ronnie Coleman, Jay Cutler, Lee Priest, Dennis Wolf, Dorian Yates, Zack Kahn (nach Verletzung wieder sehr beeindruckend), Roelly Winklaar, Evan Centopani um nur einige zu nennen. Mein eigener Stand befand sich direkt gegenüber der Show Bühne, was sich im Verlauf der zwei Tage nicht als optimal erwies.
Oft war es so laut, dass man sein eigenes Wort nicht verstand und nicht selten war es nicht mehr möglich, vor lauter Leuten die Fotowünsche der Fans zu erfüllen.
Speziell eine Show wird Leander und mir wohl ewig in Erinnerung bleiben. „The Dragon Challenge“ mit Papa Dragon, Rieko Dragon und dem weniger talentierten Sohnemann Dragon. Sorry, letzteren Name hab ich vergessen. Liegt wohl daran, dass ich nun an einem Tinnitus leide, was ich den drei Herrschaften zu verdanken habe.
Der Inhalt der Show ist schnell erklärt, man nehme in jede Hand eine 16kg Kurzhantel und hebe sie abwechselt in die Luft (Bizepscurl + Nackendrücken im Stehen). Das wiederhole man ca. 300 – 1000 Mal und fertig ist die Dragon Challenge. Die Begeisterung der Briten war enorm, ich kann mir nicht vorstellen, dass dies in Deutschland nur annähernd so gut angekommen wäre wie in England.

Markus Hoppe

Der erste Tag ging schnell vorüber, viele Fotos wurden gemacht, Autogramme geschrieben und Informationen ausgetauscht. Am Abend waren Leander und ich wieder mit Ibby verabredet. Wir wurden bei einem seiner Freunde zum BBQ eingeladen.
Wie es sich herausstellte, war dieser Freund ein sehr wohlhabender Mann. Sicherlich beeindruckend war sein Bentley in der Garage oder auch das vor Marmor nur so trotzende Haus.
Wir wurden behandelt wie Könige. Diese Gastfreundlichkeit habe ich so noch nicht erlebt. Der Abend war lang und wir hatten noch vor, ein wenig zu trainieren. Dies war auch nicht sonderlich schwierig, da Ibby ein Studio kannte, welches 24h geöffnet hat. Dieses Studio war der Hammer, ein „Drecksloch“, ausgestattet mit allem was ein „Bodyherz“ höher schlagen lässt.
Ich habe Maschinen gesehen, von denen ich nicht einmal wusste, dass es so etwas gibt. Wir haben ein wenig an den Geräten herumgerissen, was man anders nicht nennen darf. Leander und ich haben eine Mitgliedschaft auf Lebenszeit geschenkt bekommen und sind jeder Zeit herzlich willkommen.
Nachdem wir endlich im Hotel angekommen waren, ging es nicht lange bis ich im Land der Träume die vergangenen Stunden verarbeiten konnte.

Zweiter Tag Body Power.

Wieder haben wir das britische Frühstück genossen und im Anschluss ausgecheckt. Der zweite Tag war für Leander und mich nicht ganz so lange, da wir bereits um 16.00 Uhr am Airport sein mussten.
Wir haben noch Erinnerungsfotos mit dem englischen Team gemacht und uns dann verabschiedet.
Ibby hatte uns dann noch zum Flughafen gefahren, von dem es um ca. 18.00 Uhr Richtung Heimat ging.

Birmingham war für mich wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Es bestätigt mich in meinem Tun und gibt mir neue Motivation und Kraft, um im Herbst mein angestrebtes Ziel, den Gesamtsieg bei der Int. Deutschen Meisterschaft zu verwirklichen.
Ich möchte mich hiermit auch bei meinem Sponsor WEIDER bedanken, der mich großartig unterstützt und an mich glaubt. Liebe Grüße auch an Leander, mit dem es in Birmingham nicht halb so lustig gewesen wäre. Einen ganz lieben Gruß auch an Miriam sowie Swantje und den Rest der Weider Hexenküche. Ihr macht einen tollen Job!

Noch mehr Bilder aus Birmingham findet Ihr in der Galerie.

Euer Markus Hoppe